Wettin-Verlag

Das schreiben andere über unsere Publikationen:

MünzenWoche vom 28.11.2013

Helmut König im Wettin-Verlag

Das Werk weniger Medailleure ist so gut dokumentiert wie das von Helmut König. Dafür sorgte Arist Engler und in seiner Nachfolge der Wettin-Verlag. Dort sind Konrad und Werner Martin Dienel die großen Unterstützer des Künstlers, die sogar einen König-Arbeitskreis mit Publikationen versorgen .

Wenige Medailleure besitzen so aktive Sammler und Fans wie der mittlerweile 79-jährige Helmut König. Der Thüringer Medailleur und Graveur wurde am 1. Oktober 1934 in Mailand geboren. Eine Lehre als Jagdwaffengraveur brachte den Künstler auf dem Geschmack, in den Jahren 1951-1953 folgte eine Lehre als Stahlstempelgraveur. 1962 machte Helmut König seinen Meister. 1971 wurde er selbstständiger Künstler, der zunächst Jagdwaffen gravierte und 1974 seine erste Medaille anlässlich des Jubiläums 1.000 Jahre Ditfurth schuf. Seitdem ist Helmut König der Meister der Gebrauchsmedaille. Sein Opus ist beeindruckend, allein schon hinsichtlich des Umfangs.

Konrad Dienel, Katalog Helmut König - Medaillen 1995 bis 2010. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst, 2011. 352 S., farbige Abbildungen. 21 x 29,7 cm. Hardcover, Klebebindung. ISBN: 3-87933-980-5. Preis: 52 Euro.

2006 publizierte Arist Engler auf 484 Seiten die 1137 Medaillen seiner Sammlung von Werken Helmut Königs aus den Jahren zwischen 1974 und 1994. 2011 gab Konrad Dienel auf 333 Seiten das Medaillen-Oeuvre des Künstlers von 1995 bis 2010 heraus. Dieses Buch kann derzeit (noch) im Wettin-Verlag erworben werden. Erfahrungsgemäß sind bei den eher kleinen Auflagen diese grundlegenden Bücher relativ schnell vergriffen. Der Katalog selbst beschränkt sich auf das Notwendigste. Nach Jahren geordnet präsentiert der Autor Konrad Dienel das Bild der Medaille – ohne Beschreibung oder numismatische Angaben – sowie als eine Art Überschrift den Anlass der Prägung. Ein Orts- und Personenverzeichnis erschließen den Katalog. Ferner gibt es zum Katalog der Prägungen aus den Jahren 1974 bis 1994 einige Ergänzungen. Nur 19 unpublizierte Stücke kamen hinzu – ein Zeugnis für die beeindruckende Akribie der Katalogarbeit von Arist Engler.

Konrad Dienel, Werner Martin Dienel, Martin Luther und die Reformation. Medaillen von Helmut König, Zella-Mehlis, Thüringen. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst, 2012. 160 S., farbige und schwarz-weiße Abbildungen, 21 x 29,7 cm. Hardcover, Klebebindung. ISBN: 3-87933-440-4. Preis: 39,90 Euro.

Ein Jahr später, 2012, veröffentlichten Konrad Dienel und Werner Martin Dienel einen Bildband, der ein gerade in Thüringen stets aktuelles Thema in den Mittelpunkt stellt: Die Reformation – im Bild der König-Medaille. Nach den Orten des Geschehens geordnet, stellen die Autoren die Medaillen in den Mittelpunkt. Jeweils auf der rechten Seite gibt es eine prachtvolle Vergrößerung des Stücks mit der Beschreibung. Die linke Seite ist dem historischen Hintergrund gewidmet und liefert dazu die bildlichen Vorlagen, nach denen Helmut König seine Stücke gestaltete. Damit sammelt dieses Buch nicht nur viel Material zur Reformationsgeschichte, sondern gibt auch einen guten Einblick in das Schaffen des Künstlers bzw. in seine Quellen.

Konrad Dienel, Atelier Helmut König Zella-Mehlis. Medaillen. Arbeitsverzeichnis 2011. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst, 2011. 14 S., 21 x 29,7 cm. Klebebindung, Folienumschlag. ISBN: 3-87933-991-0. Preis: 15,00 Euro

Und das ist noch nicht alles, was man im Wettin-Verlag über Helmut König entdeckt. Jedes Jahr wird dort ein Arbeitsverzeichnis, in dem alle neuen Werke des Künstlers vorgestellt werden, publiziert.

"Der König-Sammler".

Wer nun ständig über Helmut König auf dem Laufenden gehalten werden will, der sollte dem Arbeitskreis „Medaillenschaffen von Helmut König“ beitreten. Der hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, das Schaffen des Künstlers vollständig zu dokumentieren. Das geschieht nicht nur via Werksverzeichnis, sondern vor allem mittels des regelmäßig erscheinenden Mitteilungsblatts „Der König-Sammler“. Vermittelt wird darüber hinaus Kontakt zu Privatsammlern, Vereinigungen und Münzhändlern, die König-Medaillen vertreiben. Wer ein Interesse hat, Mitglied zu werden, wendet sich an Werner Martin Dienel, am besten per E-Mail.  Monatskalender 2014 "Medaillen von Helmut König Kunst aus Thuüringen III". Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst, 2013. 14 Blatt, farbige Abbildungen, 21 x 29,7 cm. Spiralbindung. ISBN: 3-87933-440-4. Preis: 15,00 Euro. Was so ein richtiger König-Fan ist, der will sich von seinem Lieblingsmedailleur durchs Jahr begleiten lassen wollen. Der Wettin-Verlag erfüllt auch dieses Bedürfnis und offeriert für 2014 einen Monatskalender „Medaillen von Helmut König – Kunst aus Thüringen“ für 15 Euro. Übrigens ist 2013 ein neuer Bildband über das Medaillenschaffen von Helmut König erschienen. Er heißt „Reise in Preußens Vergangenheit – Medaillen von Helmut König“ und umfasst 200 Seiten. Für 39,90 Euro kann man ihn erwerben. Wo? Natürlich beim Wettin-Verlag. Sie können alle Bücher direkt per E-Mail bestellen......oder sich erst einmal auf der Website des Verlags informieren.

Der deutsche Kulturbund im Spiegel seiner Medaillen

Der rührige Autor Arist Engler hat uns ein letztes Vermächtnis hinterlassen, Band 3 seines großen Katalogwerks über die Medaillen des deutschen Kulturbunds. Seine Witwe, Ursula Engler, hat den dritten Band publiziert. Ursula Kampmann stellt ihn vor.

Der deutsche Kulturbund im Spiegel seiner Medaillen von Ursula Kampmann

  1. Oktober 2013 – Im Jahr 2011 starb der Autor und Sammler Arist Engler. Er hinterließ auch numismatisch eine schmerzliche Lücke. Während sich viele Autoren finden, die über die „großen“ und „bedeutenden“ Themen der Numismatik forschen, hatte sich Arist Engler der Gebrauchsmedaille der DDR verschrieben und so Wissen gerettet, das anders für die nächste Generation wahrscheinlich nicht mehr greifbar gewesen wäre. Ihm verdanken wir zum Beispiel die Kataloge zum Werk von Helmut König und Gerhard Rommel. In den Jahren vor seinem Tod arbeitete Arist Engler an einer Gesamtzusammenstellung der Medaillen des Deutschen Kulturbunds. Zwei Bücher konnte er noch herausgeben. Die Publikation des dritten Bandes besorgte nun seine Witwe Ursula Engler.

Arist Engler, herausgegeben von Ursula Engler, Der Deutsche Kulturbund im Spiegel seiner Medaillen 1945-1990, Band 3: Medaillen des Philatelistenverbands im Kulturbund der DDR und Medaillen der Gesellschaft für Fotografie. Wettin Verlag, Kirchberg / Jagst 2013. 20,5 x 29,5 cm. 274 S., durchgehend illustriert. Broschiert. Klebebindung. ISBN 3-87933-920-1. 69 Euro zzgl. Porto (im Inland 4 Euro). Der dritte Band von „Der Deutsche Kulturbund im Spiegel seiner Medaillen 1945-1990“ ist den Medaillen des Philatelistenverbands im Kulturbund der DDR und den Medaillen der Gesellschaft für Fotografie gewidmet. Im Aufbau schließt dieser neue Katalog exakt an die vorausgegangenen Bücher an. Der Philatelistenverband wird kurz vorgestellt, eine Chronik gegeben. Bei der Gesellschaft für Fotografie beschränkt sich die Einleitung auf die Chronik.

Es folgt der Katalog, erarbeitet anhand der Sammlung des Autors. Aufgenommen wurden Abzeichen, Ehrenmedaillen und Medaillen auf Anlässe des Philatelistenverbands. Jedes Stück hat seine eigene Nummer – durchnummeriert über die drei Kataloge hinweg, eine Abbildung und eine genaue Beschreibung, die nicht nur die Darstellung zusammenfasst, sondern auch etwas über den Entwurf, den Hersteller, die Prägestätte, den Herausgeber, das Ausgabejahr und die Metallvarianten aussagt. An Motiven findet sich alles, vom zungenbrechenden Cottbuser Postkutscher bis zum Panzerdenkmal und Förderturm. Mit Hammer und Sichel, Engels und Marx wird die Vergangenheit lebendig, aber nicht (nur) Politik, sondern der Mensch steht auf vielen Stücken im Zentrum. So ist meine Lieblingsmedaille Nr. 4680, herausgegeben von der Gesellschaft für Fotographie, die in großartiger Stilisierung ein Gesicht zeigt, das von einer Kamera verdeckt ist.

Wer sich diese Medaillen unvoreingenommen ansieht und mit einem offenen Geist, der wird merken, dass hier die lebendige Vergangenheit der DDR weit unmittelbarer eingefangen ist als auf allen Gedenkmünzen, die damals herausgegeben wurden.

Ursula Engler gebührt großer Dank, dass sie das angefangene Werk ihres Mannes fortgeführt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat. Ich wünsche mir, dass viele Menschen sich an diesen unmittelbaren Zeitzeugnissen erfreuen, und dass der Katalog möglichst viele Nutzer findet! Erschienen ist das Buch im Wettin-Verlag.

Sie können das Buch für 69 Euro + Porto (im Inland 4 Euro) per E-Mail bestellen.

Die anderen beiden Bände zu den Medaillen des Kulturbundes sind bereits vergriffen. Der Wettiner Verlag denkt derzeit über eine Neuauflage nach. Wer Interesse daran hat, wird gebeten, sich beim Verlag zu melden.


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